Esszimmer im Landhausstil

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Dieser Möbelstil ist jedoch nicht zwangsläufig mit dem des Landhaus-Stils zu verwechseln. Hier bestehen in der Ausführung und der Beschaffenheit Unterschiede. Die Landhaus-Stil-Mode ist an eine britische Lebensart orientiert. Dagegen wurde der Country-Stil in Amerika etabliert und orientiert sich an der dort vorherrschenden amerikanischen Lebensart. Zuerst, wie der Name schon impliziert, wurde diese Stilrichtung in der eher ländlichen Gegend der USA eingeführt. Mit einem stetigen Erfolg auf dem Markt setzte sich diese Art der Möblierung dann auch sehr schnell in den städtischen Gemeinden, bis hin zu Großstädten durch. Entstanden sind die Einrichtungsgegenstände aus den Shaker-Möbeln. Dahinter verbirgt sich eine Glaubensgemeinschaft in den USA mit circa 6.000 Anhängern. Sie gründeten ihre Gemeinschaft 1758 im Staat New York. Die Möbel stellten sie für ihren Eigenbedarf selbst her. Im Jahre 1852 wurde die Shaker Factory Lebanon in New York errichtet, die dann eine Produktion von etwa einhundertfünfzig Möbelstücken aufnahm.

Heute ist es sicher keine Seltenheit mehr, die Möbel im “Western-Stil” ebenso in New Yorker Appartements anzutreffen. Ein wesentliches Merkmal ist hierbei nicht nur ein bewohnter, sondern ein leicht abgegriffenes Äußeres der Möbel. Die Machart und Oberflächenstruktur kann als ursprünglich bezeichnet werden. Die Materialien, die verwendet werden, sind meistens von einer unregelmäßigen Strukturmaserung. Sie wirken auf den Betrachter, als ob sie benutzt und gelebt werden.

Die Bauweise der Möbel in diesem Stil ist charakterisiert durch eine solide Machart. Sie spiegelt den amerikanischen Hang zur Nachhaltigkeit sowie zu einer Beständigkeit wider. Der Western-Stil spielt dabei gerne mit Braun- und Schwarztönen mit einem Kontrast zu hellen Naturfarbmustern. Das Mobiliar dieser Stilrichtung vereint eine hohe Funktionalität und eine große handwerkliche Qualität. Die Holzarten, die dafür zum Einsatz kommen, sind zum Beispiel Ahorn, Pinie und meistens einheimische, helle Hölzer. Diese werden bei der Fertigung dunkel nachgebeizt, um das entsprechende Ambiente zu erzielen.

Im Rahmen der nachhaltigen Forstwirtschaft, die auch in den USA seit fast schon einer Dekade Einzug gehalten hat, werden meistens die genannten einheimischen Holzarten für diesen Möbelbau benutzt. Doch wenn zum Beispiel große Flächen von zehn Hektar Baumbestand gerodet werden, wird sofort mit dem Fällen des ersten Baumes mit einer Neuanpflanzung begonnen. Damit entstehen fast keine leeren Flächen, zehn Quadratmeter werden immer wieder regelmäßig aufgeforstet.

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